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autsocial e.V.


Arbeitskreis Auflösung der Genossenschaft über autWorker Vernetzung

Arbeitskreis autWorker nach oben

Um mit uns "autWorkern" in Kontakt zu kommen, ist unser Arbeitskreis-Treffen eine gute Möglichkeit. Das findet jeden Donnerstag Nachmittag statt und ihr könnt um 17 Uhr zu uns kommen, aber bitte nach Vorankündigung via info[ätt]autsocial[dot]de.

Auflösung der Genossenschaft nach oben

Am 14.5.2016 hat die Generalversammlung der autWorker eG die Auflösung der Genossenschaft beschlossen. Der Vorstand ist mit der Liquidation beauftragt und die Auflöung bei Registergericht angemeldet (GnR 1031). Dies ist die Konsequenz daraus, dass es uns nicht gelungen ist, ein - vor allen Dingen finanziell - stabiles Fundament für das Projekt zu finden.

Die UNO Behindertenrechtskonvention schreibt vor, dass behinderte Menschen an Maßnahmen zur Inklusion behinderter Menschen zu beteiligen sind. Eine Erfahrung, die viele autistische Menschen in ihrem Leben machen, ist, dass sie nicht beteiligt werden, dass von ihnen erwartet wird, das zu nehmen, was ihnen quasi vorgesetzt wird. Zum Thema Autismus und Arbeit hat sich - offiziell - im März 2009 ein Projekt autistischer Menschen gegründet, um Wege zur Inklusion autistischer Menschen in den Arbeitsmarkt zu finden. Wir haben dabei einiges gelernt, vieles gefunden und auch etwas bewegen können. Was wir nicht erreicht haben, ist, uns in die hiesige Inklusionslandschaft zu inkludieren. Bei unseren Versuchen, in Sachen Inklusion vom Zuschauerraum auf die Bühne zu gelangen, haben wir es nicht geschafft, die Barrieren zu überwinden, die sich uns in den Weg stellten. Als autistisches Projekt machten wir diesselbe Erfahrung wie viele, die meisten, autistischen Menschen auch.

Eine kurze Geschichte nach oben

Im Herbst 2008 hatten autistische Menschen aus der Hamburger Selbsthilfe die Idee, eine Initiative zu gründen, um auf die verheerende Situation autistischer Menschen im Arbeitsmarkt zu reagieren. Im Frühjahr 2009 fiel sozusagen der Startschuss für das autWorker Projekt und etwa ein Jahr später folgte die Gründung der Genossenschaft. Von Anfang an bildeten die Workshops "Autistische Fähigkeiten" den Kern der Tätigkeiten des Projekts. Es gab aber auch viele Kontakte zu Unternehmen, Beratungen, Begleitungen auf dem Weg in einen Job, Vermittlungen und - sher wichtig - eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit. Dass in der heutigen Zeit die Themen Autismus und Arbeit und autistische Fähigkeiten in eine breitere Öffentlichkeit gelangt sind, dafür hat autWorker einen entscheidenden Beitrag geleistet.

Es folgte der Aufbau eines Netzwerkes mit Berufsbildungswerken, Berufsvorbereitungsträgern, Arbeitsagentur und Organisationen, die in diesem Bereich tätig sind. Autistische Menschen, die zu autWorker kamen, konnten von diesem Netzwerk profitieren. Insgesamt waren es über 1000 autistische Menschen, die meisten an der Schwelle zwischen Schule oder Ausbildung und Beruf. Die Fähigkeitenworkshops entwickelten sich zu einem Erfolgskonzept, vor allen Dingen, weil hier ein neuer Ansatz gefunden wurde, autistische Menschen zu unterstützen. Wir haben in den Jahren 2011 und 2012 ein Projekt im Rahmen des "ABC-Projektes" am Potsdamer Berufsbildungswerk im Oberlinhaus durchgeführt und 2014 und 2015 das von der Homann-Stiftung finanzierte "autWay"-Projekt in Hamburg.

Aber auch in anderen Bereichen engagierten wir uns. Wir fanden Wohnraum für autistische Menschen, unternahmen Freizeiten, führten Ausstellungen durch und einiges mehr. Dies geschah unter dem Dach von autSocial e.V., dem gemeinnützigen Arm von autWorker. Obwohl wir eine recht erfolgreiche Lobbyarbeit für autistische Menschen und ihre Belange machen konnten, gelang es uns nicht, eine Finanzierung für unsere Arbeit zu finden.

Wir haben gezeigt, dass es nicht nur zu den Rechten autistischer Menschen gehört, von autistischen Menschen unterstützt und begleitet zu werden, sondern auch außerordentlich fruchtbar ist. Dennoch fand sich in Hamburg keine Stelle, die uns die geringen aber notwendigen finanziellen Mittel zu Verfügung stellten, unsere Arbeit dauerhaft fortsetzen zu können. Im Frühjahr 2016 entschieden wir uns, unsere Tätigkeit, in der Form, wie wir sie geleistet hatten, einzustellen - wir konnten nicht mehr. Das heißt aber nicht, dass wir aufhören, sondern, dass wir neue Wege für unser Anliegen suchen und finden werden.

Ein paar Fotos

Mit wem wir aktuell zu tun haben nach oben

Aspies e.V.
AUTEA
auticon
auticon Hamburg
Autistisk Initiativ, Örebro (Schweden)
Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Hamburg-Nord
Glückstädter Werkstätten
Handwerk & Handicap
Organiserade Aspergare, Schweden
Querdenken
Stiftung Irene
Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH
Zentrum für Autismuskompetenz Hannover

Mit wem wir bislang zu tun gehabt haben nach oben

Agentur für Arbeit Hamburg
Agentur für Arbeit Hamburg; Team Rehabilitation / schwerbehinderte Menschen
Annastift Berufsbildungswerk, Hannover
Autismus Hamburg
BBW im Oberlinhaus, Potsdam
Beratungs- und Inklusionsinitiative Hamburg
Bugenhagen Berufsbildungswerk, Timmendorfer Strand
Bundesverband Autismus Deutschland e.V.
einzigartig-eigenartig e.V.
Elmar, Elmshorner Arbeitsassistenz
Fortbildungsakademie der Wirtschaft: Wirtschaft inklusiv
Hamburger Arbeitsassistenz
Hamburger Autismusinstitut
Homann Stiftung
Ingrid Körner, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen
LAG Autismus Niedersachsen
Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk, Husum
UKE Hamburg